


Die Halbinsel Cap de Creus ist einer dieser Naturparks (im Jahre 1998 durch das Gesetz 4/1998 vom 12. März zum Schutze des Cap de Creus gegründet), mit der größten geschützten Fläche in Katalonien und einer Gesamtfläche von 13.886 ha, aufgeteilt in 3.073 ha Wasser- und 10.813 Landfläche, was ihn besonders macht, da er der einzige Land und Meer umfassende Park in Katalonien ist.
Im Park befinden sich zwei vollständige Naturschutzgebiete auf der Landseite, welche den Schutz von zwei besonderen landschaftlichen Herrlichkeiten gewährleisten: die Spitze Punta de Cap de Creus (mit dem mythischen Leuchtturm von Cap de Creus, Ort an dem der Film The Light at the Edge of the World (1971) "Das Licht am Ende der Welt" von Kevin Billington gedreht wurde), und das Cap Norfeu, ein Ort von außergewöhnlicher geologischer und biologischer Einzigartigkeit, wo sogar kürzlich Spuren entdeckt wurden, die auf vulkanische Aktivitäten vor etwa 10 Millionen Jahren hinweisen.
Was den Seebereich betrifft, stehen drei Zonen mit einer großartigen reichen Unterwasserwelt unter Schutz: Cap Gros, Punta de Cap de Creus (wo der nördliche Teilder Insel S'Encalladora in ihrer Gesamtheit unter Schutz steht) und Cap Norfeu.
Die spektakulären geologischen zutage tretenden Formen sind eins der signifikantesten Teile des Naturparks, mit seiner komplizierten und schönen Gestalt, welche häufig die Phantasie des Besuchers ankurbeln, der an seiner Stelle Bilder echter Tiere oder mythischer Wesen sieht (Löwe, Drachen, Kamel, Adler, Katze, Ratte...), obwohl es wohl eher der Wind und das Meer als die Götter sind, welche mit ihrer vor Tausenden von Jahren begonnenen unaufhörlichen Betriebsamkeit die geologische Landschaft des Cap de Creus bis zum heutigen Tag geschaffen haben.
Für die Naturliebhaber besitzt das Cap de Creus eine große Pflanzenvielfalt, in der die endemischen Arten wie der "Seseli Ferreny" (Seseli Aleatum subsp. Farrenyii) oder der Strandflieder (Limonium geronense) besonders hervorzuheben sind. Vor allem darf die Anwesenheit der Baum-Wolfsmilch (Euphorbia dendroides) oder der Dorn-Tragant (Astragalus massiliensis) oder attraktive Wasserpflanzen wie das Seegras (Posidonia oceanica) nicht vergessen werden.
Auch in Bezug auf die Fauna darf man wegen ihrer steigenden Bedeutung die große Anzahl an Tierarten nicht außer Acht lassen, wie zB. den Mittelmeerlaubfrosch (Hyla meridionalis), die Krähenscharbe (Phalacrocorax aristotelis) und den Zackenbarsch (Epinephelus guaza).
Aktivitäten:
Der Naturpark als solcher gibt Gelegenheit für die verschiedensten Aktivitäten; die meisten Anhänger finden hier aber wohl das Tauchen und das Tourengehen und Wandern. Gerade für Wanderfreunde gibt es angesichts des vor Ort bestehenden kulturgeschichtlichen Erbes mit archäologischen Fundstätten auf dem Festland und dem Meeresboden außerordentlich interessante Möglichkeiten.
Für längere Touren bieten sich die großen Wanderwege (GR) an, von denen aus sich der Besucher ein globales Bild des Naturparks verschaffen kann. Der GR-11 führt von den Albera-Bergen bis nach Llançà und von dort aus dann über die Klosteranlage Sant Pere de Rodes bis zum Leuchtturm Cap de Creus. Der GR-92 durchquert praktisch alle Gemeinden des Parks (Llançà, El Port de la Selva, Cadaqués, Roses, Palau-saverdera und Pau) und stellt dann die Verbindung zum Naturpark der Aiguamolls de l'Empordà her.
Auskunft Parkverwaltung:
Palau de l'Abat Monestir de Sant Pere de Rodes 17489 El Port de la Selva | T. 972 193 191 | F. 972 193 192 | Mas des Caials 17488 Cadaqués | T. 972 159 111
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